Geld und Musiker- zwei Fälle und Scheißgefühle

Money, money, moneyDiese Gefühle sind: Wut und Enttäuschung- Rubrik doppelplus ungut.. Sie tauchen immer dann auf, wenn unklare Verhältnisse, lockere Absprachen, diese peacesige Musikerkumpanei und widrige Umstände (das Leben?) aufeinander treffen.

Fall 1:
Ein Kumpel mit dem Du schon lange zu tun hast, bucht Dich für einen Job. Der soll ganz groß sein, jede Menge Kohle reinbringen (für Deinen Kumpel), und für Dich ist auch eine ordentliche Gage drin. „Super“ sagst Du, drei Proben, kleine Riffs von Blatt und einen netten Abend bei Bier und Rock’n Roll. Leinen Los!
Natürlich geht alles schief. Dein Kumpel ist total überfordert alles zu organisieren, von der Location, vom Ort über die Gastro, Technik und den Gig trommeln will er auch noch. Leider erscheinen auch nicht die nötigen dreihundert Gäste, um die Unkosten reinzubringen, sondern nur knapp hundert. Eisberg voraus. Der Gig wird mehr schlecht als recht runtergehauen. Das Schiff kriegt Schlagseite. Gegen 23.30 Uhr siehst Du wie die Kellner sich zusammenrotten, weil sie Ihre Kohle aus dem Wrack bergen wollen. In Dir beginnt es zu arbeiten. Sollst Du leer ausgehen und die Bierschlepper streichen ihr Geld ein? Du hast geprobt, Bläsersätze korregiert, Noten geschrieben, warst pünktlich zu allen Terminen- also hol‘ Dir Dein Geld. Habe ich auch gemacht, aber der entäuschte Bandleader hat mir daraufhin den Kumpelstatus gekündigt: Ruf mich nie weider an. Fazit: Vermeide die Arbeit mit Narzisten, und klare Absprachen, klare Absprachen, klare Absprachen. Das Selbstverständinis von Musikern scheint das zwar für spießig zu halten, aber als Kleinunternehmer sollte man auch mal über worst case Szenarieren sprechen. Nächstes mal.

Fall 2.

Du spielst für lau. Kommt ja immer öfter vor, daß man seine musicians music einfach spielt, und froh ist noch nicht dafür zu zahlen. Alles ist harmonisch, bis von außen der Störfaktor Geld in das reibungslos funktionierende Musikerkollektiv eingreift: Ein Zwanzig €-Schein fällt auf den Tisch: Jungs, ihr spielt super. (Eine Situation, die eh schon ambivalent ist, Rubrik Hunni im Büstenhalter. Aber auch einen nette Geste). Egal, weiter.
Kein Betrag um den man streiten muß, die mit der weitesten Anfahrt-Basser und Gitarrist- bekommen Spritgeld. Eigentlich ist das Thema vom Tisch.
Aber während des zweiten Sets kommt noch ein Scheinchen, wieder ein Zwanziger vom selben Zuhörer. Der verschwindet ind der Brusttasche des Schlagzeugers. Soweit.

Abbau, noch ein Bierchen, gut gespielt, netter Abend, da war doch was. Ach ja, das iebe Geld. Was denn mit dem zweiten Scheinchen passiert ist. Die Verteilung sah so aus: Gitarrero 20,- Bass 10,- Drumer 10,- meinereiner 0,-. Bittäähhh??? Ja, er hätte ja auch Ausgaben, mich dreimal zu den Proben abgeholt, und immer soviel Handykosten, ey echt Mann, und der schluffige Hippytyp, der nie mit Tabak zu den Proben kommt, und sich seit Jahren bei Dir durchschnorrt meint das auch noch ernst. Hätte nicht der Drummer, gestandener Mann von Welt gesagt, egal, nimmt meinen Zehner, mir ist es egal, wäre das noch eskaliert. Was ein Scheiß. Moral: Keine. Aber über Geld immer vorher sprechen. Ist plus gut für die Seele. Ahoi!

P.S Fall 2 hat sich geklärt und der Fehlgriff ist entschuldigt. Ego te absolvo.

3 Responses to Geld und Musiker- zwei Fälle und Scheißgefühle

  1. verträge ?

    wohl scharf auf ksk-abgabe und phynanzamt ,wa .

    die sub sub sub sub – schnecke .

    das mochten die flinken finger , die heute die bürotür knackten vom scheffemäßigen auftraggeber und unsere börsen und einige handlichs entnahmen , auch nicht so gerne haben …

    fazit : abschließen nur mit knarre !

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