Morgenluft- Der zweite Armutsbericht der Bundesregierung wurde im ZAKK vorgestellt

Ja, das ist schon komisch, mich immer öfter auf Informationsveranstaltungen mit anschließender Diskussion wiederzufinden. Aber vor allem ist es wohltuend, so etwas wie gesellschaftliches Leben zu verspüren. Heute abend war ich- schon wieder, wie auch morgen- im ZAKK. Dorten referierten Thomas Münch und einer Sozialarbeiterin der Diakonie Düsseldorf, aus dem Stadtteil Flingern die Ergebnisse des zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

Da gibt es von mir nicht viel zu berichten, was nicht schon bekannt wäre, oder ebendort nicht nachzulesen wäre. Armut ist eine Frage unserer Definition derselben, sie greift um sich, in bestimmten Bevölkerungsschichten stärker, bei einem gleichzeitigen Vermögensanwachs in einer wesentlich kleineren Bevölkerungsgruppe. Grad jetzt besitzen 20 Prozent der Deutschen 60% des Volksvermögens, die Reichsten 6% besitzen 40%.

Was nahm ich nun mit nach Hause? Hoffnung und Zuversicht. Es gibt Räume in denen eine Artikulation des Unbehagens stattfindet, die Wut über Ungerechtgkeit sich kundtut. Das ist für mich eine neue Erfahrung, ähnlich dem Gefühl als ich den swing endeckte. Eine Bewegung aufnehmen, empfinden und weitergeben. Das sucht noch nach einer Form, aber das Wichtige ist mir erst einmal das spürbar-werden eines Rhythmus.

Als weiteren Termin empfehle ich Samstag, den 30.04.2005, 11.00 den WDR Ü-Wagen auf dem Rathausplatz zu besuchen. Dort spricht im Expertenteam u.a. Prof. Friedhelm Hengsbach.

Ich bin sehr neugierig.

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