Ja, sind denn alle ….

Mir, als Hüter der Kultur, Beschützer der Durtonleiter und Rittter von der verschleppten Einsund, geht gerade der Hut bis an die Decke. Früher kam ich in diesen Tage kurz vor Weihnachten schwer bepackt mit Branntwein, Likörflaschen und Trockenbeerenauslesen von der Musikschule nach Hause. Oder mir steckten kleine Saxophonistinnen verschämt handgefilzte mit Keksen gefüllte Beutelchen zu. Dieses Jahr niente, nada, garnichts. Nicht, das auf Fusel stünde und Nippes sammelte. Aber es war doch ein Zeichen der Wertschätzung, des Dankes, eine Kleinigkeit eben, deren Gegenstand nebensächlich ist. Saubillig wie es halt sein muß, wird auch daran gespart, aber mächtig genörgelt, wenn krankheitsbedingt Stunden ausfallen und man nicht sofort Ersatztermine aus dem Hut zaubert. Nette Gesten, das war Gestern.

„Nehmen sie die Menschen, wie sie sind- andere gibt es nicht (Konrad Adenauer)

8 Responses to Ja, sind denn alle ….

  1. Nein, ganz und gar nicht. Dir geht der „Hut bis an die Decke“, weil Du dieses Jahr nicht beschenkt wirst. Einzig im besonderen Falle des groben Undanks dünkt es mich recht, der persönlichen Aufregung Raum zu geben. Alles andere unterliegt meines Erachtens den Triften und dem vielleicht wirtschaftlich bedingten Wandel der Zeit, die persönlich zu nehmen zu kapriziös wäre.

  2. Die Zeit in der ich lebe- meine Lebenszeit- und das was in ihr geschieht, nicht persönlich zu nehmen, ist viel verlangt. Das Miteinander zu genießen und den Verlust, die alltägliche Einebnung zu beklagen ist vielleicht jammerig, aber kaprizös ist doch eher vorgetäuschte Nonchalance.

  3. kapriziös , alles klar .

    SIRYESSIR ist angesagt , besonders bei den als edu – ware eingekauften musical drill seargents .

    in mieseren filmen mit sam jackson kriegt der drill searge was böses in den kopf , aber nicht wirklich .

    das läßt hoffen .

  4. Kapriziös, na klar. Wo ist das Problem? – Treppenwitz der Musikgeschichte: Ludwig schrieb mal ein Stückchen mit dem launigen Titel: Die Wut über den verlorenen Groschen. Na, und welche Form hat er für dieses Thema gewählt? Call it full circle…

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