Category Archives: Utopie ( Free Jazz)

Practice different

Repeat
trying
to
forget
Remember
not
to
repeat

Living 2008

Da Angst mit die stärkste Emotion ist, leben wir eigentlich in einer geilen Zeit.

Meine Solonummer

“Der Vorhang öffnet sich.
Ich trete an die Rampe.
Ich erschieße mein Publikum.
Ich verbeuge mich.

Der Applaus kommt vom Band.”

(F.K.Waechter: Sehr witzig!, Reclam 2005)

Grundeinkommen für alle

Goetz Werner laß gestern im Sternverlag. Vielleicht fünf Zeilen aus seinem neuen Buch.

Die restlichen zwei Stunden erzählte er.
Langsam.
Ruhig. Werbend.

Machte lange, musikalische, dramatische Pausen.

Beantwortete geduldig ,die Fragen die er alle kennt. Wie soll es finanziert werden? Soll man auch den Proleten das gute Geld geben? Gehen die Leute dann überhaupt noch arbeiten?

Er ist sich nicht zu schade mit seinem Menschenbild hausieren zu gehen. Der Mensch ist ein Unternehmer, sagt er, aber er braucht die Möglichkeit dazu. Zitiert vom Stein und Schiller. Ein Humanist, denkt man erstaunt, und noch dazu einer, der etwas will. Hatz IV ist wie offener Strafvollzug. Spricht von sozialer und seelischer Behinderung. Wie soll das gehen, immer wieder die gleichen Fragen.
Er verkauft kein Patent sondern eine Vision. Seine Eindrücke von den Ghettos in Südamerika. Ghettos für Arme und für Reiche. Keiner kann mehr vor die Tür. Jugendaufstände in Frankreich. Wollen wir so leben? Natürlich nicht. Dann müssen wir etwas verändern. Weg von der Vollbeschäftigungslüge. Fort von der “alten” Arbeit hin zu “neuen” sozialen Arbeit. Immer wieder spricht er gezielt die Frauen im Publikum an. So wie Entwicklungshelfer die weibliche Bevölkerung ansprechen, wenn es um fundamentale Veränderungen in einer Gesellschaft geht. Frauen denken anders an die Zukunft als Männer. Verantwortlicher.
Dann signiert er noch Bücher. Ich gehe Bier trinken und denke über Glaubwürdigkeit nach. Die gleiche Idee von Olaf Henkel und ich würde keinen Gedanken daran verschwenden.

Mal was ausprobieren.

Würde des Menschen

Nichts mehr davon, ich bitt’ euch. Zu essem gebt ihm, zu wohnen
Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst.

Friedrich Schiller

Musikmesse Frankfurt

Musikmesse Frankfurt, eigentlich weiß ich nie so recht, wieso ich mir das antue. Ein paar alte Freunde wiedersehen, die Schreibers von ESM, Charles Bay, in alle Baßklarinetten pusten, so richtig Neues gibt es nicht in meiner Branche. Ich freue mich riesig über Männer wie Benedikt Eppelheim, der die wahnsinnigsten Bassinstrumente Kontrabassklarinettentesterbaut z.B. die erste wirklich spielbare Kontrabassklarinette. Guter Mann, weiter so. Leblanc stellt nur noch Schrott her, Selmer ist mir zu grob und Buffet Crampon zu fein. Die Yamaha Bassklarinette war eine halbe Stunde nach Messebeginn noch nicht spielbereit, aber was ich über Yamaha denke ist eh klar.
Die aufregenden sachen gibt es in Halle 5 DJ-Zonebei den Freunden von bits und bytes. Natürlich jede Menge DJ Equipment. Ins Grübeln bringen mich aber immer wieder die Jungs von VSL, deren Samples nicht nur immer besser klingen. Sie heben ihr Interface soweit verbessert, das man damit tatsächlich Musik machen kann und nicht technisch bastelt. Wie das wohl weitergeht? Schließlich, kurz vorm Gehen stolperte ich noch über eJamming, das web Programm für Musiker. Ich erinnnere mich noch an eine Probe vor 15 Jahren, wo ich über das, was jetzt geht, laut nachdachte. Proben, Konzerte online. eJamming macht’s möglich bis zu vier Gail Kontor von eJmmingMusiker zu vernetzen, mitschneiden in -noch- miserabler Qualität inclusive . e-learning für Instrumentalisten, online Unterricht, das wird alles bald ein Thema. Warum nicht Gruppenunterricht mit kleinen Chinesen? Besser mit Indern, die können Englisch.

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