“Die Kulturindustrie Amerikas hat eine ungeheure Macht; sie verödet und korrumpiert nicht nur die Empfindungswelt des amerikanischen Volkes, sondern sie droht auch die Kulturen anderer Völker mit ihrem Schmutz zu überschwemmen. Durch die Massenproduktion von Schund und Kitsch wird sie zum gefährlichsten Feind des kulturellen Forschrittts auf der ganzen Welt. Um sich gegen sie wehren zu können, muß man ihre Gefährlichkeit begreifen.”
(Hans Eisler, Theodor W. Adorno: Komposition für den Film, VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig)
Der kurze Spaziergang durch das Gewitter, nicht romantischer Naturerforschung , sondern alltäglicher Notwendigkeit geschuldet, wirkt belebend. So sehe ich mich in der Lage, jetzt einen Text von unvergänglicher Schönheit und Wahrheit abzutippen. Entnommen der Kolumne “Teddy’s Trends” die in den 80ger Jahren in der Titanic erschien. Man ersetze im Geiste einige Begriffe durch die Gadgets seines Universums (Zukunft, Pattern, KI) und gehe dann in sich, oder zappe weiter, mir doch egal.
Februar 1986: Rock Pop, Klappe zu!
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Das Video (“Fideo” E. Hendscheid) auch nix anderes ist als das totgemarktwirtschaftete und als Papas Hobby verschmähte “Super Acht”-Schmalfilmergehabe, wird nun, wo Video endgültig handlich geworden ist, alll denen offenbar, die nach zwei, drei aufgeregten Tagen wirren Abfilmens von Heim, Haus, Hof und Hund völlig leergedreht mit dem Zoom durch die Gegend schwenken und ums Verrecken nicht mehr wissen, womit sie die restlichen Kassettenstunden vollmachen sollen. Tja, der geliebte Microchip ersetzt eben immer noch nicht die eigene Entscheidung- und dieses “Selbermachen” setzt immer voraus, daß man irgend etwas mehr ist als nur ein technikgläubiges Keksmännchenmit ein paar Tausendern zuviel und ein paar Ideen zu wenig. So sorry.
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Deshalb lebe der Jazz- denn: Jazz is not dead- it just smells funny! (Frank Zappa “Be-Bop-Tango” 1973)
Richard Kähler: Teddy’s Trend, Die abenteuerlichen Aufzeichnungen des jungen Teddy Hecht während der achtziger Jahre, Haffmanns, 1990
“Try to become a musician before you become an artist”
sagte Denis Collin vor 17 Jahren zu mir. Allmählich begreife ich, was er meinte.