Monthly Archives: Oktober 2004

Trauma Entertainment

Heute abend ab 22.00 im im Düsseldorfer Malkasten (Künstlerkeller) Jakobistr.6 .
Mit Frank Köllges, mir und den anderen. Für alle Fälle hier die Anfahrtsbeschreibung.

Schnibbelskuchen

Einst durfte ich mir eine Henkersmalzeit wünschen, naja nicht ganz, ich verließ die Familie zum erstenmal mit Rucksack und ungewissem Ziel. Mein Wunsch betrübte meine Mutter, die unter einem guten Essen immer ein Rumpsteak verstand, und erfreute meinen Vater, dem ich das Rezept verdanke: Schnibbelskuchen.

Der Schnibbelskuchen steht und fällt mit der Güte der Kartoffel und des Specks. Mein Favorit der Saison ist die halbfeste Linda und kommt von den nahen Terrassen des Bergischen Landes, aber da muß jeder schon selbst schauen. Nun zum Prozedere.

Es braucht natürlich einen Pfannkuchenteig. Etwas dickflüssiger darf er sein, nicht zu viele Eier, sonst wird er zu hart. Mit Sprudel gelingt am besten. Eine Prise Salz darf natürlich nicht fehlen.
Dann die Kartoffeln, geschält und in feine Pommesstreifen (das MC Donaldmaß) zerteilt, und in Scheiben geschittener Speck.
Die besten Ergebnisse habe ich mit einer schweren, gußeiseneren Pfanne französischer Bauart zustande bekommen. Der Schnibbelskuchen braucht langsame, gleichmäßige Hitze, hier bekommt er sie.
Damit die Kartoffeln garen brauchen wir eine gut schließenden Deckel. Jetzt geht es los.

Fett muß in die Pfanne, eine satte Pfütze, die Hitze darf ordentlich sein, der Speck deckt den Pfannenboden reichlich aus und darf beim hineinlegen schon aufbrutzeln. Der Pfannkuchenteig sollte sofort anziehen wenn wir ihn sogleich daumendick obenaufgießen. Dann schnell die Kartoffeln auf dem Teig verteilen und zart aber unnachgiebig in die Pampe drücken. Den Deckel schließen und die Flamme klein stellen. Zehn, zwölf Minuten verbringt ein Schnibbelskuchen auf jeder Seite. Die Kartoffelseite brate ich mit Butter.

Das Ergebnis ist ein goldgelber, knuspriger Schnibbelskuchen, der eigentlicht nur noch Salz und Pfeffer braucht, um mich glücklich zu machen. Ein Salat, Endivien oder Feldsalat ist aber kein Fehler.

Guten.

Auch ich

mache es mir manchmal einfach. Heute stelle ich nur diese zwei links in Netz. Sie haben mir sehr geholfen. Das eine ist die Homepage von Josef Hölz, ein Musik Glossar mit 2466 Begriffen von Andante bis Zyclus. Und das Instrunmentenlexikon der Vienna Symphonic Library, wenn man mal vergessen hat, wie die Röhrenglocken notiert werden schaut man dort nach.

P.S.
Finale macht immer noch keinen Spaß aber die Resultate überzeugen….
Demnächst mehr.

Finale macht keinen Spaß

Heute war ich wieder wagemutig. Vorwitzig beinahe. Übermütig. Also flugs Finale 2003 auf die Partition gespielt und…………….. durchgedreht. Antiintuitiv. Undurchschaubar . Userfeindlich. Das Handbuch: Unübersichtlich.
Ich habe bis nach Frankfurt telefoniert um simples zuerfahren. Der Experte raunt am Telefon, er arbeite schon seit 1993 mit Finale. Tiefemfpundenes Gefühl meinerseits, zwischen Respekt und Mitleid. Meine Frage bringt ihn nicht in Verlegenheit, nein, er ist ja Experte und Hesse. “Da gehst Du auf die Lokomotive………” Meine Augen huschen die Pixel auf und ab, mißtrauisch visitiere ich mit der Maus jeden Button, keine Lokomotive. “Ach, kein Mac, hm, englische Version, hm, ja dann, das wüßte er auch nicht. Nett voneinander gehört zu haben, und große Ratlosigkeit. Finale macht keinen Spaß, kann aber leider einiges, was ich benötige, und ich will’ dem Programm abringen. Irgendwann dürft ihr mich anrufen. Bald. Bestimmt.

Nachtrag für Experten: Die Lokomotive heißt jetzt Mass Edit Tool. Dank den anglophonen Nutzern des Finaleforums.

Jahresendzeitlöcher

Rituale, wiederkehrendes ist Teil unseres Lebens. Manches ist angenehm, manches wird als peinlich empfunden, man entkommt dem aber nicht. Einiges regt auf, und davon will ich künden. Nachdem die Printen beim Discounter das Ende des Sommers einleiten reißen nun Mitte Oktober die Straßenbauämter vieler und auch meiner Stadt Löcher in den Asphalt und verfüllen diese mit ihrem Restetat. Was mich daran stört? Nicht die Löcher in meinem Fahrradweg, mitnichten. Die stete Unbeweglichkeit von Kämmerern und Haushaltern, die ihren Ämtern nicht erlauben oder sie tapfer nötigen zu wirtschaften. Ödes Töpfe leeren in Zeiten wo mit Achselzucken an Notwendigen, Sinnvollen und Schönen gespart macht mich würgen.